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Die Zeidler

Armbrust trifft Honiglöffel

Die Zeidler – Mostviertler Honigqualität

Sich auf die lange Tradition der Imkerei besinnend, schlossen sich 23 Topimker zu einer Gruppe zusammen, um hochwertige Imkereiprodukte aus der Region zu erzeugen und zu vermarkten. “Unter anderem stehen „die Zeidler“ für die Arterhaltung der Carnica Biene, welche als besonders schützenswert gilt“, so der Zeidlermeister Johannes Pöcksteiner. Nicht nur der Zeidler Eid (die Imkerei immer hochzuhalten und sich den Qualitätskriterien zu unterwerfen) wurde abgelegt, sondern auch der Zeidlermeisterstab wurde präsentiert. Dieser weiße Stock, einst das Wahrzeichen der Imker, und der abgelegte Eid bilden die innovative Transformation in die Gegenwart.

Sämtliche dieser „Zeidler“-Produkte werden mit dem Wappen der Zeidler gekennzeichnet. So erkennt der Konsument mit einem Blick, dass diese Produkte mit regionalem Ursprung und überprüfter Qualität hergestellt wurden.

„In Zukunft werden sie noch viel von uns hören! Wir treffen uns regelmäßig zum fachlichen und persönlichen Austausch. Doch auch weitere „Zeidler Aktionen und Auftritte“ werden in diesem Rahmen diskutiert und geplant“, so Anna Entner.

Zum Schluss unser Ehrenkodex: „Honig Süß“!!!

Die Geschichte der Zeidlerei

Das Wort kommt vom lateinischen „excidere“ („herausschneiden“) über das altdeutsche „zeideln“ („Honig schneiden“). Schneiden deshalb, weil hier – anders als heute – die gesamte Honigwabe entnommen (erbeutet) wurde; dabei war der Fortbestand des Bienenvolkes nachrangig. Honig und Wachs konnten sofort verwertet und weiterverarbeitet werden.

Der Zeidler oder Zeitler, dessen Beruf sich bereits im Frühmittelalter nachweisen lässt, sammelte den Honig wilder, halbwilder oder domestizierter Bienen in den Wäldern. Er hielt, anders als der Imker im heutigen Sinne, die Bienen nicht in gezimmerten Bienenstöcken oder Bienenkörben. Man hieb alten Bäumen künstliche Höhlen (Beuten) in etwa sechs Meter Höhe ein und versah den Eingang mit einem Brett, in das ein Flugloch eingebracht war. Ob eine Beute von Bienen beflogen wurde oder nicht, hing ganz vom natürlichen Umfeld ab und wechselte jedes Jahr. Auch entwipfelte man die Bäume, um dem Windbruch vorzubeugen.

Die Zeidler bildeten Zünfte mit bestimmten Rechtsbräuchen und übten eine eigene niedere Gerichtsbarkeit aus. Bereits 1296 lässt sich für die Zeidler in Feucht die eigene Gerichtsbarkeit und ein eigener Zeidelmeister nachweisen. Die eigene Gerichtsbarkeit wurde in der reichsunmittelbaren Privilegierung durch Kaiser Karl IV. in seinem „Zeidel Fryheit Brieff“ aus dem Jahre 1350 niedergeschrieben. Darin wurden die Zeidler mit der eigenen Gerichtsbarkeit belehnt. Als äußeres Zeichen dieser Privilegierung führten ihre Vorsteher (Starosten) einen weißen Stab, die Zeidler erhielten die (in den damaligen Wäldern durchaus nötige) Erlaubnis zur Führung einer Waffe (der Armbrust) und trugen eine spezifische grüne Tracht mit der typischen langen Zipfelmütze (siehe hierzu das Zeidlerwappen am Zeidelschloss in Feucht und verschiedene Lebkuchenpackungen). Dafür mussten die Zeidler den Kaiser sicher durch den Nürnberger Reichswald geleiten und einige Zentner Wachs pro Jahr an den Stephansdom in Wien liefern und noch einige Dinge mehr.

Interessanterweise wurde dieses Privileg (das Zeidelrecht) nie eigens aufgehoben, auch nicht durch die rechtliche Neugestaltung der Weimarer Republik, theoretisch gilt es also heute noch. Ein rechtlicher Nachhall dieses Privilegs findet sich noch heute im BGB mit seinen Bienenparagraphen.

Quelle: Wikipedia

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